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Tolle Shows im Ebertbad!


Pressebericht aus der Neuen Ruhr Zeitung von Michael Nicolas




Musical mit Meersalz gewürzt

"Käptn Hakenhand" erfreute mit seinen Abenteuern im Ebertbad wieder viele junge Besucher und Piraten-Fans

Man nehme: Einen starken Helden, eine schöne Frau und ein paar Bösewichte, je geheimnisvoller, umso besser. Da hat man dann schon fast alles, was man für ein Musical braucht. Aber, wie bei einem guten Eintopf, kommt es neben der Einlage auch auf die Würze an. Im Falle von „Käpt’n Hakenhand“ wird die Story mit einer gehörigen Portion Meersalz gewürzt - fertig ist das Norderneyer Piraten Musical.

Eine frische Seebrise wehte am Wochenende durchs Ebertbad, wo die HAKENHAND-CREW, zur Begeisterung vor allem der Kinder im Publikum, schon zum wiederholten Male vor Anker ging. Die Geschichte ist ebenso schnell erzählt, wie sie flott inszeniert ist: Käptn Hakenhand pflügt, mit seinem: Schiff durch die Nordsee, um die Friesen vor Piraten zu- beschützen, der „Wattwart", Hüter der Dunkelheit, bemächtig sich derweil der Hakenhandschen Strohwitwe Indra. Um sie zurückzuerobern, sticht der Held abermals in See und schlägt sich mit obskuren Gestalten herum: mit der geheimnisvollen Moorhexe, Piraten und Zwergen zum Beispiel.

Mittendrin in der Seemannsgarn Geschichte Natürlich gibts ein Happy End, doch bis dahin gilt es, die ein oder andere Musical- Sturmflut zu überstehen, Kostüme, Bühnenbild und Hintergrundgeräusche sind liebevoll gestaltet, eine Bordkapelle spielt live die Musik dazu.

Kampf und Tanzszenen ergänzen immer wieder die Spielhandlung, zum Teil entern, die Schauspieler, Tänzer und Sänger die Bühne vom Zuschauerraum aus. Da ist man schon fast zwangsläufig mittendrin in dieser Seemannsgarn Geschichte. Ein völlig verrückter Piraten Anführer, ein furchtsamer, aber schlauer Inselgaukler, ein souveräner Held mit der Größe zum Selbstzweifel, eine verzaubernde Schöne, ein buchstäblich nebulöser böser schwarzer Riese, eine rockröhrige Moorhexe, jede Menge Bösewichte und auch ein paar hervorragende witzige Wichte um den herausragenden Zwergenkönig „Mikomak".

Die Darsteller dieser Inszenierung pumpten mit jeder Szene so liebevoll Meerwasser ins Ebertbad und pflügten durch die Fluten, dass es eine wahre Freude war.

NRZ, Montag, den 9.11.2009 von Michael Nicolas

Diese Nachricht wurde am 2009-11-11 erstellt.

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